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Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke in Freiburg

Die Asiatische Tigermücke ist eine ursprünglich tropische Stechmückenart, welche durch Ausbildung von kälteunempfindlichen Eiern die kalten Wintermonate in Deutschland übersteht. Trotz dieser guten Überwinterungsfähigkeit befindet sich die Art in Deutschland am Rande ihrer nördlichsten Ausbreitungsmöglichkeit. So braucht die Art nach einer Einschleppung, für einen raschen Aufbau größerer und stabiler Ansiedlungen, ausreichend hohe Sommertemperaturen.

Die außergewöhnlich warmen Sommermonate der letzten Jahre, verursacht durch die voranschreitende globale Klimaerwärmung, hat zu mehreren Ansiedelungen der Tigermücke innerhalb der Oberrheinebene geführt. Um eine dauerhafte Ansiedelung der Asiatischen Tigermücke bei uns zu verhindern, ist es zwingend notwendig, diese noch lokal beschränkten Ansiedelungen rasch und vollständig auszulöschen. Hat sich die Art einmal auf ausgedehnte Bereiche innerhalb der Oberrheinebene ausgebreitet, würden selbst extrem kalte Winter- und/oder Sommermonate nicht zu einem natürlichen Auslöschen der eigentlich wärmeliebenden Art führen. Bei ausgedehnter Ansiedelung würden immer einige Teile der Tigermücken-Population innerhalb von sogenannten "Wärmeinseln" die ungünstigen Witterungsbedingungen überleben. Die überlebenden Restbestände würden in wärmeren Phasen wieder zu einer erneuten Anwachsen der Population und weiteren Ausbreitung führen.

So wurden unmittelbar nach ihrer Entdeckung die Ansiedelungen der Asiatischen Tigermücke innerhalb der Oberrheinebene durch das Institut für Dipterologie (IfD) bekämpft. In Freiburg erfolgte die Bekämpfung der ersten Ansiedelungen der Tigermücke bereits seit dem Jahr 2015, hier noch finanziell unterstützt durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg, Stabstelle Infektionsschutz und Flüchtlinge. Im folgenden Jahr 2016 wurde das Monitoring und die Bekämpfung im Rahmen eines durch das Umweltbundesamt finanzierten Forschungsprojektes fortgeführt. Nach Auslaufen dieses Projekts, übernahm die Stadt Freiburg ab dem Jahr 2017 die Kosten der dringend notwendigen Bekämpfung. Neben der ersten Eindämmung und Reduktion des Vorkommens der Tigermücke wurde die bestmögliche Bekämpfungsstrategie unter den klimatischen und infrastrukturellen Bedingungen in Deutschland erforscht und wichtige Informationen und Erfahrungen gesammelt. Durch die verschiedenen Maßnahmen wurde das Vorkommen der Asiatischen Tigermücke auf der Kleingartenanlage Hettlinger soweit reduziert, dass dieses durch weitere Bekämpfungsmaßnahmen im Jahr 2018 sehr wahrscheinlich ausgelöscht werden kann. Dass dies möglich ist, zeigte die Auslöschung der kleineren Vorkommen der Tigermücke in Sinsheim und dem Freiburger Stadtteil Rieselfeld durch die Bekämpfungsmaßnahmen des IfD. Allerdings wurden im Jahr 2017 einige brütende Tigermücken in weiteren Stadtteilen (Industriegebiet Nord, Brühl-Beurbarung, Zähringen und Littenweiler) nachgewiesen. Diese Teil-Populationen werden im Jahr 2018 das erste Mal bekämpft. Da diese Populationen vermutlich sehr klein sind und früh entdeckt wurden, besteht eine große Wahrscheinlichkeit, auch sie bis zum Jahresende auszulöschen.

Die bisherigen Erfahrungen mit der Bekämpfung der Tigermücke zeigen, dass eine vollständige Auslöschung nur möglich ist, wenn die Bekämpfungsteams vor Ort durch die betroffenen Anwohner ausreichend unterstützt werden.

Daher möchten wir Sie bitten, uns bei unseren Bekämpfungsmaßnahmen zu unterstützen.

 

 

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